30. 11. 2016

Olaf Lies, Wirtschaftminister Niedersachsens, Enno Wallis, Nicole Bloch, Kristin Halm, Carsten Junge, Geschäftsführer der Sparkassenstiftung Lüneburg

Jutta Schiecke, Landesbeauftragte vom Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg (v. l. n. r.)

Die Sparkassenstiftung Lüneburg wurde am Mittwoch, den 30. November 2016,
im Museum Lüneburg mit dem Niedersächsischen KulturKontakte-Preis 2016
für das Projekt KulturBäckerei ausgezeichnet.

Die Sparkassenstiftung Lüneburg wurde am Mittwoch, den 30. November 2016, im Museum Lüneburg mit dem Niedersächsischen KulturKontakte-Preis 2016 für das Projekt KulturBäckerei ausgezeichnet.

 

Der KulturKontakte-Preis wird an Unternehmen vergeben, die mit nachahmenswerten Ideen Kunst und Kultur in Niedersachsen fördern. Maßgebliche Kriterien für den Preis sind Innovation, Kontinuität in der Kulturförderung, Verankerung in der Unternehmenskultur und Einbindung der Mitarbeiter. Er richtet sich auf Erfindungsreichtum und Mut zur Kooperation.

 

Wirtschaftsminister Olaf Lies stellte die Bedeutsamkeit der Aktivitäten der Initiative der KulturKontakte vor und unterstrich: „Eine lebendige Kulturszene ist zunehmend auch bedeutend für die Standortwahl von Unternehmen und Fachkräften sowie Ausdruck von

Lebensqualität im ländlichen Raum. In Zeiten defizitärer öffentlicher Haushalte ist es besonders anerkennens- und nachahmenswert, wenn Unternehmerinnen und Unternehmer durch Kulturförderung gesellschaftliche Verantwortung für ihre Region übernehmen.“

 

Seit Oktober 2014 ist die Sparkassenstiftung Betreiberin der KulturBäckerei Lüneburg. Der Sparkassenstiftung Lüneburg ist es gelungen, die in den 1930er Jahren erbaute ehemalige Industriebäckerei mit Leben zu füllen, die vielfältigen Charaktere und Kunstformen miteinander zu vereinen und für das Viertel, die Hansestadt und den Landkreis Lüneburg ein Mehrspartenhaus zu schaffen, das ein generationsübergreifendes und vielfältiges Angebot präsentiert.

 

www.kulturbaeckerei-lueneburg.de

13. 9. 2016

Weit springen, sicher landen

Dahlenburger Sportklub weiht neue Anlage ein –

Sparkassenstiftung spendet 2.000 Euro

Es war einmal ein Sandweg mit einer Sandkiste am Ende. Dort liefen und sprangen Sportler und Schüler zum Training oder um die Wette – auch wenn das Provisorium die Bezeichnung „Weitsprunganlage“ kaum verdient hatte. Die Zeit der Sandkiste ist vorbei, seit neustem hat der Dahlenburger Sportklub eine echte Weitsprunganlage. Und die Nachbarn von der Oberschule nutzen die neue Bahn gleich mit.

 

Der Sportplatz am Dornweg in Dahlenburg bildet ein Unikum im Landkreis Lüneburg: Es ist der einzige Sportplatz, der einem Sportverein gehört und von einem Sportverein verwaltet wird – und nicht vom Landkreis selbst. „Das Projekt haben wir seit vorigem Jahr geplant“, erzählt Vereinsvorsitzender Bernd Janitschek. „Das Provisorium lag zu weit weg von der Oberschule, die neue Anlage liegt schön nah an der Sporthalle der Schule, sodass die Schüler sie ohne Umwege erreichen können.“

Die 22.000 Euro sind gut investiertes Geld, befanden nicht nur Landkreis, Samtgemeinde, Flecken und Kreissportbund, die allesamt einen Beitrag leisteten, sondern auch die Sparkassenstiftung Lüneburg. „Wir haben wir Notwendigkeit sofort erkannt, die alte Anlage war nicht mehr nutzbar“, sagt Jens Kaidas, Vorsitzender des Stif-tungsfonds Jugend, Sport, Bildung und Soziales. „Zudem werden hier super Synergieeffekte zwischen Verein und Schule erzielt.“

 

Stefanie Angelis, Leiterin der Sparkassenfiliale in Dahlenburg, ergänzt: „Viele unserer Kunden sind Mitglied im DSK, die Verbindung ist sehr stark. Daher freuen wir uns besonders, das Engagement der Sportler unterstützen zu können.“

 

Eingeweiht hat der Sportklub seine neue Anlage bei der jüngsten Abnahme des Sportabzeichens. Noch bis Oktober bietet der Verein Übungsabende fürs Sportabzeichen an – sowohl für Mitglieder als auch für Nichtmitglieder. Trainiert wird immer dienstags ab 18.30 Uhr.

 

Das nächste Projekt steht auch schon in den Startlöchern: die Sanierung der Tartanbahn.

17 .6. 2016

Kunstworkshop im Sperrgebiet

„Wir zeichnen uns aus durch Spontanität, Kreativität, Individualität, Mut, Offenheit, Experimentierfreude und einen Haufen Talent!“

Die 42 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Johanneum und der Wilhelm-Raabe-Schule haben in ihren Bewerbungen nicht zu viel versprochen. Die beiden Kunstleistungskurse der Jahrgangsstufe 11 haben die Ausschreibung der Sparkassenstiftung Lüneburg gewonnen und konnten im Juni den Hof Konau 11 – Natur. Kultur. Gastlichkeit, direkt an der Elbe, einen Tag lang als Freiluftatelier nutzen. Konau ist das weltweit letzte vollständig erhaltene Marschhufendorf und war Teil der Weltausstellung Expo 2000.

 

Der Tag startete mit einer Führung von Sabine Wittkopf, die den Schülern anschaulich die bedrückende Grenzgeschichte im ehemaligen Sperrgebiet vor Augen führte. Ein Stück des ehemaligen Grenzzauns sowie Fotodokumente belegten dabei anschaulich die totale Überwachung. „Was bedeutet Freizügigkeit für euch?“, die Antwort braucht einen Moment, so selbstverständlich ist es sich frei bewegen zu können, ohne Besuchsschein und tägliche Kontrollen.

 

Mithilfe von „Sehhilfen“ wie Ferngläsern, Lupen und Bilderrahmen, konnten die Schülerinnen und Schüler dann unter Anleitung von Jutta Brüning und Murte Liebenberg vom Kunstraum Tosterglope die Umgebung noch genauer erkunden. Ein Grashalm mit dem Fernglas betrachtet oder die Weite der Landschaft im Bilderrahmen fokussiert, bietet ganz neue Ansatzpunkte für das eigene kreative Schaffen.

 

Die Kurse haben sich für ihren Kurzurlaub vom Schulalltag Materialien ausgesucht, die in Unterrichtsräumen schwer zur Anwendung kommen können. Große Blöcke Ytong und Specksteine wurden transportiert, Katherine Dombrowski, Kunstlehrerin am Johanneum, hat ihren Kurs mit einem Arbeitsblatt über den Künstler Henry Moore auf die Arbeit als Bildhauer vorbereitet und das Thema „Beziehungen und Gegensätze“ gewählt. Der Kurs der Wilhelm-Raabe-Schule wollte raus aus dem „Klein-Klein“ und hat sich für die Technik des Graffiti entschieden. Dafür wurde kurzerhand eine Kuhweide zum Atelier umfunktioniert, um großflächig auf zwischen Bäume gespannte Leinwände sprayen zu können.

 

Die Workshop-Reihe entstand aus eine Idee von Landrat Manfred Nahrstedt, als sich Schülerinnen und Schüler aus den Landkreisen Lüneburg, Wagrowiec und der tschechischen Stadt Sedlcany zu einem Malseminar trafen. Eine Ausstellung zum Thema „deutsche Teilung“ sollte entstehen und wo lässt sich die bedrückende Lebenssituation im deutsch-deutschen Grenzgebiet besser vermitteln, als an einem authentischen Ort im ehemaligen Sperrgebiet mit teilweise erhaltenen Grenzanlagen.

 

Beim Hoffest auf dem Hof Konau 11 am 9. Oktober vom 11 bis 17 Uhr, werden die im Workshop entstandenen Werke ausgestellt, sowie im Rahmen einer Wanderausstellung in den Räumen der KulturBäckerei Lüneburg vom 7. bis 10. November, im Gymnasium Johanneum sowie in der Wilhelm-Raabe-Schule.

11. 6. 2016

Super Leinen für die Schwimmer

Kreisschwimmverband rüstet sich für Meisterschaften –

Sparkassenstiftung und Sparkasse spenden 4.000 Euro

Erster Einsatz für die neuen Schwimmleinen bei der internationalen Kreismeisterschaft im Freibad Hagen, mit dabei: v. l. Uwe Döring, Sven Otto Niebuhr, Nicole Bloch (Sparkassenstiftung), Rita Nipkow und Jens Kaidas.

Lüneburg. Im Freibad Hagen sieht es seit kurzem mitunter aus wie bei einer waschechten Europameisterschaft: Der Kreisschwimmverband hat sich einen jahrelangen Traum erfüllt und neue Schwimmleinen für internationale Meisterschaften angeschafft. Jetzt waren die rot-weiß-blauen Bahnen-Trenner zum ersten Mal im Einsatz – und alle Beteiligten strahlten.

 

„Diese Leinen sind vom Weltverband genehmigt, besitzen ein gutes Spannsystem und behindern die Schwimmer auf den Nachbarbahnen nicht“, sagte Uwe Döring und blickte dabei zufrieden aufs Wasser, in dem gerade Lüneburger und dänische junge Leute um die Wette kraulten. „Wir sind alle total begeistert.“

 

Vier Leinen inklusive Haspelwagen und Wetterschutz hat der Schwimmverband angeschafft, die vier Vereine Adendorfer TSV sowie MTV, LSV und VfL aus Lüneburg haben sich darin zusammengetan. „Schwimmen ist ein Trendsport“, sagte Döring. „Wir platzen aus allen Nähten, es gibt keine freien Zeiten in den Schwimmbädern mehr.“

 

Rund 6.000 Euro haben die Leinen gekostet, 4.000 Euro davon hat die Sparkassenstiftung Lüneburg in Kooperation mit der Sparkasse Lüneburg dem Verband gespendet. „Wir möchten damit ein Zeichen setzen und Werbung für den Schwimmsport und die Schwimmförderung machen“, sagte der Vorsitzende des Förderfonds Sport, Jens Kaidas. „Gerade im Hinblick auf die Migration ist es unbedingt erforderlich, einen Schwerpunkt auf die Schwimmausbildung zu legen. Wenn es in diesem Bereich Initiativen gibt, fördern wir auch die.“ Von der Sparkasse ergänzte Sven Otto Niebuhr: „Der Verband finanziert sich rein über die Startgelder der zwei Wettkämpfe pro Jahr. Das ehrenamtliche Engagement der Schwimmer unterstützen wir daher sehr gern.“

 

Allein aus der Vereinskasse hätte der Verein sich die neue Ausrüstung nicht leisten können, betonte die Kreisschwimmwartin Rita Nipkow. „Als ich die Zusage der Sparkassenstiftung in den Händen hielt, musste ich sie mehrfach lesen. Ich konnte es kaum glauben – solche Leinen habe ich mir seit Jahren gewünscht.“

1. 6. 2016

Ein Trecker für die Artenretter

Verein Ökologiezentrum will Biotope für natürliche Vielfalt schaffen –

Sparkassenstiftung und Sparkasse helfen mit 6.000 Euro

Geteilte Freude ist doppelte Freude: Hier freuen sich über den Trecker fürs Ökologiezentrum v. l. Thomas Hintzmann, Bernhard Stilke, Christiane Schubert,
Ditmar Frommke und Nicole Bloch.

Radbruch. „Das ist unsere Rettung“, sagt Ditmar Frommke und zeigt auf ein großes grünes Gefährt mit riesigen roten Rädern. Ditmar Frommke ist einer der Ehrenamtlichen, die eine ehemalige Schießanlage des Bundesgrenzschutzes zwischen Radbruch und Vierhöfen in einen ökologischen Erlebnisraum für Kinder und Erwachsene verwandeln wollen, und ihre Rettung ist ein Multifunktionstrecker.

 

Ob Gabelstapler, Leichtgutschaufel oder Arbeitsbühne: Die Aufsätze des Allradantrieb-Treckers sind so variabel, wie es die verschiedenen Aufgaben im Radbrucher Forst verlangen. „Das ist großartig, ein echter Glücksfall“, sagt Ditmar Frommke.

 

„Wir wollen eine große Fläche ausmagern, eventuell als Forschungsprojekt gemeinsam mit der Leuphana Universität“, erzählt Christiane Schubert vom Verein. „Unser Ziel ist, die Artenvielfalt noch weiter zu erhöhen.“ Zudem bewuchert die Späte Traubenkirsche den Erdwall auf dem Gelände, die gehört hier aber gar nicht her und soll gefällt werden. Dabei müssen die Ballen mit entfernt werden – per Hand ist das nicht möglich.

 

Auch Bernhard Stilke gehört zu den Aktiven im Radbrucher Forst, er nennt weitere anstehende Arbeiten: „Der Teich braucht mehr Freiraum, damit der Wind durchziehen und Sauerstoff ins Wasser transportieren kann. Neben dem Teich wollen wir ein zusätzliches Biotop schaffen, eine Flachwasserzone, die zeitweise austrocknet. Das alles ist nur mit solchen Geräten möglich.“ Nach Stürmen habe es zudem viel Windbruch gegeben: Aus umgeknickten und gefällten Baumstämmen wollen die Naturschützer Sitzbänke für Kinder bauen, denn sie bieten regelmäßig naturkundliche Aktionen für Schulklasse und Kita-Gruppen an.

 

In Kooperation mit der Sparkasse Lüneburg unterstützt die Sparkassenstiftung Lüneburg den Verein Ökologiezentrum mit 6.000 Euro. Nicole Bloch von der Sparkassenstiftung zeigt sich beim Besuch in der Waldlichtung an der Kreisgrenze zwischen Lüneburg und Harburg begeistert von dem Projekt: „Die Nachhaltigkeit hört hier nicht auf.“ Thomas Hintzmann von der Sparkasse Lüneburg ergänzt: „Das Ökologiezentrum passt bestens zu den Werten der Sparkasse: Nähe, Qualität, Verantwortung und Vertrauen. Zudem handelt es sich um ein Alleinstellungsmerkmal für die Region.“

23. 4. 2016

Einmal Einstein sein

Schubz bietet Forscherprojekte für Familien und Flüchtlinge an –

Sparkassenstiftung fördert Reihe bis 2018 mit 30.000 Euro

Vorne freuen sich Samina, 7, (r. mit Nest) und Sadija, 6, über ihr selbst gebasteltes Vogelnest, hinten Projektleiterin Ulrike Kruse (2.v.l.) sowie Renate Backhaus (3.v.l.) und Nicole Bloch (2.v.r.) von der Sparkassenstiftung Lüneburg.

Das war fast noch einmal wie Ostern: nur dass in den Nestern Vogelei-Attrappen lagen anstelle von welchen aus Schokolade – und dass die Kinder ihre Nester selbst gebastelt und im Wald versteckt haben. Die Nester-Aktion mit der Umweltpädagogin Ulrike Kruse gehörte zu einer Reihe, die das Umweltbildungszentrum Schubz der Hansestadt Lüneburg einmal im Monat für Lüneburger Familien und Flüchtlinge anbietet.

 

Dass einige Erwachsene und Kinder aus der Gruppe aus Syrien und Afghanistan kommen, hat Ulrike Kruse am Anfang zwar erfragt, danach aber nicht weiter thematisiert. Und so machte sich eine bunte Gruppe an diesem Sonntag auf in den Wald: Kinder aus Lüneburg und von weit weg, mit und ohne Behinderung, Eltern und Großeltern. „Das ist Inklusion, das ist Integration“, sagte Schubz-Leiter Dr. Frank Corleis. „Die Sprachbildung der neuen Lüneburger geschieht durchs gemeinsame Basteln, Entdecken und Forschen. Sie lernen durchs Tun. Teils arbeiten wir mit Dolmetschern, oft reichen aber auch Hände und Füße.“

 

Schubz-Mitarbeiterin Jutta Gösslinghoff ist im engen Kontakt mit Sozialpädagogen aus nahen Flüchtlingsunterkünften und organisiert die Teilnahme der Familien an den Aktionen der Reihe „Einstein+ NaturforscherErlebnisse für Familien“. Für die Lüneburger Kinder sind die monatlichen Sonntags-Angebote so attraktiv, weil es noch mehr um den Spaß beim Forschen und Entdecken geht als bei Schulprojekten – schließlich ist ja Sonntag.

 

Für die Familien ist die Teilnahme fast kostenfrei – lediglich einen Euro erbittet das Schubz als Spende. Möglich macht das die großzügige Unterstützung der Sparkassenstiftung Lüneburg in Kooperation mit der Sparkasse Lüneburg: Jeweils 10.000 Euro spendet die Stiftung dem Schubz drei Jahre lang in Folge, um das Projekt bis 2018 zu sichern. „Das ist großartig für alle Akteure“, sagt Dr. Frank Corleis, „wir sind sehr dankbar dafür.“ Renate Backhaus, Vorsitzende des Stiftungsfonds Nachhaltigkeit, überzeugte sich am letzten April-Sonntag von der Nachhaltigkeit der Reihe. „Der Zeigefinger bringt ja nichts. Hier lernen alle ganz praktisch, warum es gefährlich ist, Bonbonpapier in den Wald zu werfen – und das im Familienverbund. Zudem wird es bei so einer Aktion sicher auch leichter, mit den neuen Nachbarn in Kontakt zu kommen.“ Nicole Bloch von der Sparkassenstiftung ergänzte: „Wo kann Integration besser laufen als hier? Hier ist an jedem Sonntag mit Einstein+ volles Haus. Wir sind begeistert!“

 

Der nächste Familiensonntag im Schubz ist der 29. Mai, das Thema lautet dann: „Tanz trifft Natur – Wiesenmove und Waldklänge“.

Informationen und Anmeldung:  www.schubz.org oder 04131-3097970.

11. 3. 2016

Willkommen!

Übergabe in Sumte: vorne v.l. Asmerom Ghirmay aus Eritrea, Khoshnama Soltani aus Afghanistan und Toure Ahmed von der Elfenbeinküste, hinten v.l. Dieter Schmidt, Nina Lawryniuk, Nicole Bloch,Tiessomba Toure, Julia Gabriel und Zaidan Ahmend aus dem Irak.

Foto: Sparkassenstiftung Lüneburg, März 2016

Sumte. „Willkommen!“ Freundlich begrüßt das blaue Heft jeden, der es in den Händen hält. „Die deutsche Sprache – erste Schritte“ lautet der Untertitel, und damit ist schnell klar, an wen sich die Broschüre richtet: Neuankömmlinge in Deutschland, und zwar speziell Flüchtlinge. 1.000 Stück hat die Sparkassenstiftung Lüneburg jetzt der mit Abstand größten Notunterkunft der Region gespendet: Sumte.

 

Angestoßen hat das Projekt Dieter Schmidt aus Bleckede. Schon früh hat der pensionierte Lehrer sich darum gekümmert, dass die seit Anfang November vergangenen Jahres nach Sumte kommenden Geflüchteten die Möglichkeit bekommen, Deutsch zu lernen. Fünf Monate später gehören Tiessomba Toure von der Elfenbeinküste und Zaidan Ahmed aus dem Irak bereits zu seinen Assistenten – neben einer ganzen Gruppe Frauen aus dem Amt Neuhaus, die ebenfalls bei den Deutschkursen helfen.

Toure und Ahmed unterrichten jeden Abend 50 bis 60 Menschen, erzählt Dieter Schmidt, bei dem die beiden mittlerweile wohnen. „Die Broschüren werden von der Flüchtlingshilfe München herausgeben und sind dabei eine große Hilfe“, sagt Schmidt. Es gibt sie auf Englisch-Deutsch, Arabisch-Deutsch und Farsi-Deutsch. Einen ersten Schub von 200 Stück hatte Schmidt bei der Flüchtlingshilfe direkt bestellt, schnell aber wurde klar, dass diese Menge nicht ausreichen würde für den Bedarf. „Die Nachfrage nach Deutschunterricht ist sehr rege“, sagt Julia Gabriel vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), der die Unterkunft betreibt. „Auch der Schulunterricht für die Kinder am Morgen ist gut besucht.“ Zurzeit leben rund 370 Menschen in der Notunterkunft – gerade hat es zahlreiche Zuweisungen zu Kommunen gegeben, daher ist die Zahl gesunken.

 

In Kooperation mit der Sparkasse Lüneburg hat die Sparkassenstiftung Lüneburg jetzt 2.400 Euro gespendet, damit in Sumte 1.000 Deutsch-Broschüren zur Verfügung stehen. „Wir möchten uns auf diese Weise im Bereich Integration engagieren und sehen darin unseren Beitrag für die Eingliederung und das Ankommen der Menschen bei uns“, sagten Nicole Bloch und Nina Lawryniuk von der Stiftung unisono. Falls andere Flüchtlingseinrichtungen ebenfalls an den Willkommensheften interessiert sind, können sie einen entsprechend Antrag bei der Sparkassenstiftung stellen.

 

Mehr Informationen gibt Nicole Bloch unter Telefon 04131-8544536.

16. 2. 2016

Sommerfrische
für Fledermäuse

Sparkassenstiftung verschenkt Bausätze für Holzhäuschen –

nach BUND-Konzept bei Loewe-Stiftung gefertigt

Freuen sich über die neuen Quartiere für Fledermäuse: v.l. Bernhard Stilke, Renate Backhaus, Loewe-Mitarbeiter Christian Kück, Bufdi Till Prochaska,  Jannes Ode und Loewe-Mitarbeiterin Ilona Drosga.

Foto: Sparkassenstiftung Lüneburg, Februar 2016

Wenn sich die Fledermäuse in Stadt und Landkreis Lüneburg im Frühling auf die Suche nach einem Sommerquartier machen, werden sie weit mehr Auswahl haben als im vorigen Jahr. Die Sparkassenstiftung hat in Kooperation mit der Sparkasse Lüneburg mehrere Hundert Fledermauskästen herstellen lassen. Kindergärten und Schulen können sich einen Bausatz bei der Stiftung bestellen – und zwar kostenfrei.

 

„Das ist Nachhaltigkeit zum Anfassen“, sagt Renate Backhaus, Vorsitzende des Förderfonds Nachhaltigkeit der Sparkassenstiftung. „Während die Kinder die Wohnhäuser zusammensetzen, lernen sie gleichzeitig, dass sich Fledermäuse selbst kein Nest bauen können und dass sie an modernen und sanierten Gebäuden kaum noch einen Unterschlupf finden.“ Die Fledermaushäuser sind der zweite Aufschlag einer Reihe, die die Stiftung im vorigen Jahr begonnen hat und in den nächsten Jahren fortsetzen möchte: Voriges Jahr konnten sich Kindergärten und Schulen kostenlose Nistkästen für Schwalben bestellen, 150 dieser Schwalbenhotels hängen seitdem in der Region. „Die große Resonanz hat uns sehr ermutigt, weiterzumachen“, sagt Renate Backhaus.

 

Den Bausatz für die Fledermaushäuser hat der BUND vor Ort entwickelt. „Wir haben zwei Systeme entwickelt“, sagt Bernhard Stilke vom Regionalverband. „Eine Version aus Kiefern zum Nageln für die kleineren Kinder und eine Version aus Lärche zum Schrauben für die größeren. In unserem Ökologiezentrum in Radbruch bieten wir auch Kurse für Gruppen dazu an.“ Die Bauanleitung hat „Bufdi“ Till Prochaska entwickelt, mit vielen Bildern und wenig Text. „Das Holz ist sägerau, damit sich die Fledermäuse daran festkrallen können“, erklärt er.

Gefertigt haben die Bausätze die 14 Mitarbeiter der Tischlerei der Loewe-Stiftung in Ochtmissen. „Wir freuen uns sehr über solche Aufträge“, sagt Tischlermeister und Werkstattleiter Jannes Ode. „Wir arbeiten nicht nur sehr gern mit Massivholz, sondern natürlich vor allem auch regional. Für unsere Mitarbeiter ist die Arbeit eine sinnvolle Beschäftigung.“

 

Die ersten 200 Fledermauskästen sind fertig, 100 weitere im Bau. Bei Bedarf bestellt die Stiftung jederzeit nach, verspricht Mitarbeiterin Nicole Bloch.

Wer Interesse an einem Haus für Fledermäuse hat, meldet sich bei ihr unter 04131-8544536 oder  nicole.bloch@sparkassenstiftung-lueneburg.de.
Es kommen keinerlei Kosten auf die Schulen und Kitas zu.

15. 1. 2016

Der Mond geht auf

Sparkassenstiftung verschenkt Musikbücher
über den Lüneburger Komponisten Johann A. P. Schulz

Nina Lawryniuk und Lea Zerbe brachten die 35 Musikbücher in der IGS Embsen vorbei. Gefreut haben sich darüber nicht nur die Achtklässler, sondern auch Lehrer Willi Max und Schulleiterin Eva Peetz (v.l.)

Und auch die musikbegeisterten Schülerinnen und Schüler der Hugo-Friedrich-Hartmann-Oberschule Bardowick, mit ihrer Musiklehrerin Frau Kliemann (ganz rechts auf Foto 2), freuen sich sehr über das neue Unterrichtsmaterial.

Foto 1: Sparkassenstiftung Lüneburg, Januar 2016

Foto 2 Hugo-Friedrich-Hartmann-Oberschule, März 2016

„Der Mond ist aufgegangen“: So wie das wohl bekannteste Lied des Komponisten Johann Abraham Peter Schulz heißt auch ein neues Buch über den „Liedermann des Volkes“, wie er sich selbst genannt hat. Exemplare der druckfrischen Erstauflage hat die Sparkassenstiftung Lüneburg im Dezember ausgeschrieben und jeweils 35 Stück jetzt an Schulen in Embsen und Bardowick gespendet.

An der IGS Embsen hat sich Lehrer Willi Max um einen der Klassensätze beworben und gewonnen. „Wir entwickeln unsere Unterrichtsmodule neu, und ich habe lange nach einer Möglichkeit gesucht, Musik mit der Geschichte des Ortes zu verbinden“, erzählte er bei der Übergabe der Bücher an seine achte Klasse. „Da passt dieses Buch perfekt.“ Schulleiterin Eva Peetz freute sich, dass nach zwei gewonnenen Bewerbungen für Projekte aus dem Topf DAS TUT GUT der Sparkasse Lüneburg nun erneut ein Lehrer eine erfolgreiche Idee angeschoben hat. „Wir versuchen, das zu leben, was wir unseren Schülern beibringen wollen.“

Zweite Gewinnerschule ist die Hugo-Friedrich-Hartmann-Oberschule in Bardowick. Musiklehrerin Juliane Kliemann hat schon bei dem Projekt „Klasse! Wir singen“ gemerkt, dass durchaus selbst Oberschulklassen für Volkslieder zu begeistern sind – auch in der heutigen Zeit. „Deswegen habe ich mich beworben und freue mich sehr, dass wir einen Klassensatz des Buches bekommen.“

Den Band hat eine Arbeitsgruppe der Musik- und Kunstschule der Stadt Schwedt/ Oder gestaltet, dort ist Schulz im Jahr 1800 gestorben. Auch Lüneburg kommt selbstverständlich in dem Buch vor: zum Beispiel die Bronzebüste vor der Ratsbücherei, die seit 2002 an den Komponisten erinnert, die Adresse seines Wohnhauses in der Oberen Schrangenstraße 8 und natürlich das Glockenspiel im Rathausturm, das seit 1956 jeden Tag um 18 Uhr – außer im Winter – die berühmteste Melodie des Komponisten spielt: „Der Mond ist aufgegangen“.

Als die Musikschule sich mit ihrem Projekt an die Sparkassenstiftung Lüneburg wandte, war für Geschäftsführer Carsten Junge schnell klar, es musikbegeisterten Schülerinnen und Schülern zur Verfügung zu stellen. Wer sich für das Buch interessiert, kann sich weiterhin an die Sparkassenstiftung wenden: Lea Zerbe hilft unter der E-Mail-Adresse kontakt@sparkassenstiftung-lueneburg.de weiter.

Lieber Bunt als Braun. Eine Kampagne gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit.

Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind immer noch ein drängendes Problem. Daran erinnert unsere Sparkassenstiftung in Zusammenarbeit mit dem Kriminalpräventionsrat von Hansestadt und Landkreis Lüneburg.

Mit der gemeinsam initiierten Kampagne Lieber Bunt als Braun werben wir für mehr Toleranz und Vielfalt in der Region. Dabei setzen wir gezielt auf die Wirkung von Massenmedien, mit denen Jugendliche erreicht werden können. Denn schon auf dem Schulhof werden hier wichtige Weichen gestellt. Kern der Kampagne ist eine Plakataktion, die von Udo Lindenberg unterstützt wird.

Sein Bild Bunte Republik Deutschland bildet den visuellen Mittelpunkt der Kampagne, an die sich vielfältige, individuelle Projekte und Aktivitäten anschließen.