Mechtersen, September 2017

Endlich mal in Ruhe reden können

 

TSV Mechtersen/Vögelsen weiht Vereinsheim ein –

Sparkassenstiftung und Sparkasse spenden 10.000 Euro

 

Die Abendsonne strahlt auf das neue Vereinsheim, und die Kooperationspartner strahlen mit: v.l. Nicole Bloch, Karl-Heinz Buchhorn und Philip Wegner.

„Diese Tür ist richtig, wenn Sie eine Frau sind“, steht in roten Buchstaben auf dem weißen Schild an der Tür. Und weiter: „Sie können natürlich auch auf die Herrentoilette gehen. Die Herren möchten das sicher auch.“ Man hat Humor in Mechtersen, so viel ist klar. Auch die Laune stimmt: Denn der TSV hat sein lang erträumtes Vereinsheim eingeweiht.

 

Im März 2014 bei der Jahresversammlung beschlossen, ist der Anbau jetzt Realität: Die Sportler haben endlich wieder funktionsfähige Toiletten und Duschen, es gibt erstmals einen Raum für Schiedsrichter und einen Aufenthaltsraum für Teamsitzungen sowie Gespräche mit Eltern.

 

„Das hatten wir noch nie“, sagte Karl-Heinz Buchhorn, Mitglied des Präsidiums des TSV Mechtersen/Vögelsen kurz nach der Einweihung, und die Freude über die neuen Möglichkeiten ist ihm sichtlich

anzumerken. Als schwierig entpuppte sich bei dem 500 Mitglieder zählenden Verein die Finanzierung: Mit 50.000 Euro im Jahr 2014 kalkuliert, stiegen die Baukosten am Ende auf 62.000 Euro – und das auch nur, weil Vereinsmitglieder rund um Bauleiter und Platzwart Andreas Moldenauer mitgeholfen haben. Sonst wäre es noch teurer geworden.

 

17.000 Euro zahlten die Gemeinden Mechtersen und Bardowick, 12.000 Euro der Landkreis Lüneburg und 14.000 Euro der Landessportbund. 4.500 Euro kamen bei einem Spendenaufruf im Ort zusammen, erzählt Buchhorn. „Das fanden wir großartig, wir hatten absolut nicht mit so vielen Privatspenden gerechnet“, sagte Buchhorn. Trotzdem stand der Verein am Ende vor einem Loch in der Finanzierung – und das hat die Sparkassenstiftung Lüneburg in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Lüneburg gestopft. „Das war unsere Rettung“, so Buchhorn.

 

 

Philip Wegner von der Sparkasse Lüneburg freute sich, dass dank der Spende der Verein seine Jahres-rechnung mit einer schwarzen Null abschließen kann: „Hier wird so viel im Ehrenamt geleistet, das unterstützen wir sehr gern.“ Nicole Bloch von der Sparkassenstiftung betonte bei einem Besuch, wie wichtig ein Sportangebot für Kinder sei, das sich jede Familie leisten könne. „Viele Grundschüler können nicht rückwärts laufen. Je eher sie mit Sport beginnen, desto besser. Wir sind dankbar, dass die Sparkasse uns als Stiftung das Geld für diese Unterstützung.

 

Der TSV Mechtersen/Vögelsen zählt in dieser Saison erstmals drei Herren-Mannschaften. In den jüngeren Altersklassen kooperiert der Verein mit anderen Vereinen in Form von Spielgemeinschaften.

 

www.tsvvon1950.de

Lüneburg, September 2017

Der Zaun bildet den Grundstein

 

Lüneburger Gartengenossen schützen ihren Acker vor Wild –

Sparkassenstiftung und Sparkasse unterstützen mit 5.000 Euro

 

Besuch beim Zaunbau: Richard Kaatz (l.) und Matti Pannenbäcker (2.v.r.) freuen sich über die Gäste auf ihrem Acker in Ochtmissen: Reinhold Narewski ( 2.v.l.) von der Sparkasse Lüneburg sowie Nicole Bloch (M.) und Renate Backhaus von der Sparkassenstiftung Lüneburg.

Sie haben ein Ziel, und der Weg dahin führt über einen Zaun: Die Genossenschaft WirGarten will ihre Mitglieder ganzjährig mit frischem Gemüse aus Lüneburg versorgen. Damit das funktioniert, haben die Frauen und Männer jetzt einen 1,3 Kilometer langen Zaun um ihr Gelände gesetzt. Er soll den Acker vor Wildtieren schützen, vor allem Wildschweine.

 

„Gerade sind wir dabei, für die Infrastruktur zu sorgen“, erzählt Matti Pannenbäcker, während er über ein riesiges Feld stapft. Es liegt an der Vögelser Straße gegenüber dem Vereinsheim des TSV Ochtmissen in Ochtmissen und gehört zum Stadtgebiet Lüneburg. Zusätzlich zum Zaun ist ein Unterstand für Geräte geplant und natürlich ein Gewächshaus. Sobald sämtliche Voraussetzungen gegeben sind, stellt die Genossenschaft zwei Profis ein: Gärtnerinnen oder Gärtner, die für die Früchte sorgen werden auf dem Feld. Für Mai 2018 ist die erste Ernte geplant.

Um den Verein WirGarten beim Aufbau der notwendigen Infrastruktur zu unterstützen, hat die Sparkassenstiftung Lüneburg in Kooperation mit der Sparkasse Lüneburg jetzt 5.000 Euro gespendet. „Dieser Zaun ist wie eine Grundsteinlegung für die Genossenschaft“, sagte Renate Backhaus vom Förderfonds Nachhaltigkeit der Stiftung. „Ich freue mich, dass wir auf diesem Wege einen Startschuss geben können für dieses Projekt. Toll ist, dass Eltern mit ihren Kindern auf das Feld kommen können werden und sehen, wo der Blumenkohl wächst – und dass er nicht einfach aus der Tiefkühltruhe kommt.“

 

Auch Reinhold Narewski von der Sparkasse Lüneburg besuchte die Genossenschaftsmitglieder bei ihrem Einsatz am Feld. „Dass das Gemüse Abnehmer finden wird, daran habe ich keinen Zweifel. Ich wünsche vor allem auch wirtschaftlich viel Erfolg, damit die Genossenschaft auf einem vernünftigen Eigenkapital steht.“ Zurzeit beträgt es 135.000 Euro. Gegründet im

 März dieses Jahres mit 105 Lüneburgerinnen und Lüneburgern, hat sich die Gemüsegruppe mittlerweile verdoppelt: auf 211 Mitglieder. Ziel ist, bis zum Herbst diesen Jahres auf 300 Mitglieder und ein Genossenschaftskapital von 250.000 Euro zu wachsen.

 

Wer Mitglied wird in der Genossenschaft, kann sein Gemüse wöchentlich an verschiedenen Abholorten in der Stadt abholen: Die Mengen und Preise liegen zwischen 1,3 Kilogramm und 3,25 Kilogramm pro Woche sowie 30 Euro und 75 Euro pro Monat. Die geringste Einlage beträgt 100 Euro, es gibt jedoch auch Menschen, die hier 25.000 Euro anlegen, berichten Matti Pannenbäcker und sein Vorstandskollege Richard Kaatz. Von solchen Investoren suchen die Pioniere jetzt noch mehr. Verzinst wird das Geld zwar nicht, aber: Es erhält einen realen Wert.

Lüneburg, September 2017

Bitte nicht düngen! Sondern abstimmen

 

Nabu-Gruppe vom Elfenbruch für den Deutschen Engagementpreis nominiert

 

Dr. Renate Reisner und Jürgen Ludewig (vorne) mit ihrem Team im Elfenbruch: v.l. Ortwin Harms, Christian Joecke-Brötzmann, Hildburg Schöttler, Ulrich Meyer, Nicole Bloch von der Sparkassenstiftung als Gast und Heike Bünger (hinten v.l.).

Lüneburg. Von 46 auf 4.400, und das innerhalb von 17 Jahren: Das ist die unglaublich erfolgreiche Bilanz dieser Gruppe, die sich allwöchentlich zum Arbeiten trifft.  4.400 Orchideen blühen mittlerweile Ende Mai  im Elfenbruch am Hasenburger Weg, im Jahr 2000 waren es noch 46. Seitdem pflegen Mitglieder des Naturschutzbundes (NABU) die Feuchtwiesen. Für ihren großen Einsatz ist die Gruppe rund um Jürgen Ludewig und Dr. Renate Reisner jetzt für den Preis aller Preise vorgeschlagen worden: den bundesweiten Deutschen Engagementpreis. Ab dem 12. September können alle Interessierten Stimmen für die Lüneburger abgeben.

 

Bundesweit 685 Initiativen sind für den Deutschen Engagementpreis nominiert, 83 davon aus Niedersachsen. Nicole Bloch von der Sparkassenstiftung hat die Elfenbruch-Gruppe in Berlin ins Rennen geschickt. „Diese Frauen und Männer nehmen sich jede Woche einen Vormittag lang Zeit, um die Feuchtwiesen zu pflegen, und das seit 17 Jahren! So viel Einsatz verdient einfach einen Preis.“

Wie die Arbeit auf den Feuchtwiesen funktioniert, hat sich Nicole Bloch bei einem Einsatz am Samstagmorgen zeigen lassen. „Zurzeit magern wir aus“, erklärte Jürgen Ludewig, pensionierter Lehrer für Biologie und Chemie. „Landwirte düngen, um gute Erträge zu bekommen. Wir machen das Gegenteil, damit unsere seltenen Pflanzen wachsen können.“

 

Zwischen 2000 und 2016 hatten Moorschnucken die vier Feuchtwiesen am Hasenburger Bach kurz gehalten, in diesem Sommer versuchen es die Menschen erstmals alleine – viel zu tun bei den 2,8 Hektar. Unterstützung erhält die Gruppe vom Landschaftspflegetrupp des Landkreises, der AGL (Stadt Lüneburg) und dem Bereich Grünpflege der Lebenshilfe.

 

Gut 45-mal im Jahr sind die Mitglieder der NABU-Projektgruppe im Einsatz für die Feuchtwiese, und das tut nicht nur den Orchideen gut, sondern auch vielen anderen Lebewesen: 249 Pflanzenarten haben die Mitglieder der NABU-Gruppe auf der Wiese feststellen können, 17 davon vom Aussterben bedroht.

Dazu kommen 87 verschiedene Wirbeltiere, 197 Gliederfüßler (z. B. ca. 60 Schmetterlingsarten) und 14 Weichtierarten, viele davon auf der Roten Liste.

 

Voriges Jahr sind Jürgen Ludewig und Dr. Renate Reisner mit dem Freyja-Scholing-Preis der Sparkassenstiftung geehrt worden, der Deutsche Engagementpreis ist angesiedelt beim Bundesverband Deutscher Stiftungen. Alle Nominierten stehen vom 12. September bis zum 20. Oktober bei der öffentlichen Online-Abstimmung zur Wahl für den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis. Bekannt gegeben werden die Siegerinnen und Sieger am 5. Dezember in Berlin.

 

www.deutscher-engagementpreis.de

Lüneburg, 10. August 2017

Sonar hilft beim Suchen

 

DLRG schafft Unterwasser-Suchgerät zur Entlastung der Taucher an –

Landkreis, Sparkassenstiftung und Sparkasse zahlen 7.000 Euro

 

Matthias Koch (r.) erklärte Landrat Manfred Nahrstedt (2.v.r.) und Nicole Bloch von der Sparkassenstiftung (l.), was sie auf dem Monitor des Sonars erkennen können. Mit auf dem Boot war (hinten M.) auch Andreas Köhlbrandt, Vorsitzender des Feuerschutzausschusses des Landkreises Lüneburg.

Farben, Linien und Wellen: Wer dazu nicht ausgebildet ist, wird auf dem Monitor eines Sonars nicht viel erkennen können. Zehn Mitglieder der Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Bezirk Nordheide aber haben diese spezielle Ausbildung absolviert. Fortan können sie unter anderem Polizei und Feuerwehr dabei unterstützen, unter Wasser nach Gegenständen oder Personen zu suchen. Denn die Lüneburger DLRG hat ein Sonargerät angeschafft.

 

„Wir wollen damit vor allem die Taucher entlasten“, sagt Eckhard Menzel von der DLRG. Taucher sind knapp und müssen topfit sein, wenn sie in einen Einsatz gehen. Mit dem Sonar können die freiwilligen Retter das Wasser vorher effektiv absuchen und Markierungen für einen späteren Taucheinsatz setzen. Dadurch werden die Einsätze für die Helfer unter Wasser weniger aufwendig.

 

Das Gerät ist mobil, die DLRG kann es daher auch an bereits im Einsatz befindliche Boote der Feuerwehr anbringen anstatt stets mit dem eigenen Wasserfahrzeug anrücken zu müssen. Aber: „Ohne die Unterstützung von außerhalb hätten wir die Finanzierung in Höhe von 9.000 Euro nicht stemmen

können“, sagt Menzel. 2.000 Euro hat die DLRG aus dem eigenen Etat bezahlt, jeweils 3.500 Euro steuerten der Landkreis Lüneburg sowie Sparkassenstiftung und Sparkasse Lüneburg bei.

 

Die Entscheidung im Feuerschutzausschuss des Landkreises fiel eindeutig, sagte der Vorsitzende Andreas Köhlbrandt bei der Vorführung des Sonars auf der Ilmenau. „Wir sind alle froh, dass es im Landkreis jetzt dieses Gerät gibt. So können wir autark und schneller handeln.“ Landrat Manfred Nahrstedt nutzte den Ortstermin dafür, den ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement zu danken. „Der Landkreis kann sich glücklich schätzen, Sie zu haben. Sie sind im Ernstfall immer da, die Menschen können sich voll auf Sie verlassen.“

 

Nicole Bloch von der Sparkassenstiftung Lüneburg und Sebastian Gauger von der Sparkasse Lüneburg zeigten sich froh darüber, die Arbeit der Retter auf diese Weise unterstützen zu können. „Die allermeiste Mühe in der DLRG liegt auf ehrenamtlichen Schultern, und die Lebensretter bringen sich nicht selten selbst in Gefahr. Wir möchten ihnen für dieses große Engagement sehr danken und hoffen natürlich, dass das Sonar nicht für einen ernsten Einsatz gebraucht werden wird.“

Doch das nächste Hochwasser der Elbe kommt bestimmt, da waren sich an diesem Abend an der Ilmenau alle einig. Bei den vorherigen hatten Einsatztaucher dabei geholfen, Deichbrüche zu verhindern. Bis zum nächsten Hochwasser wollen Eckhard Menzel und sein Team herausfinden, wie sich mit Hilfe des neuen Geräts am besten Undichtigkeiten an Deichen feststellen können, bevor sie Taucher ins Wasser schicken.

 

 

Wie wenig das menschliche Auge tatsächlich unter Wasser sehen kann, weiß Christian-Tobias Gerlach aus eigener Erfahrung. Der Vorsitzende des Feuerschutzausschusses der Hansestadt Lüneburg hat jahrelang selbst Taucheinsätze für die DLRG am Inselsee in Scharnebeck absolviert. „Das Sonar ist ein echter Zugewinn.  Die Sichtweite für Taucher unter Wasser beträgt oft gerade einmal 30 Zentimeter.“

Hannover, 12. 6. 2017

Julius (11) liest auf Platt am besten – in ganz Niedersachsen

 

Adendorfer von der Wilhelm-Raabe-Schule gewinnt auf Landesebene bei „Schöler leest Platt“

Julius Lehmann, 11, hat den plattdeutschen Lesewettbewerb in Niedersachsen als Landessieger seiner Altersgruppe gewonnen.
Am nächsten Tag ging er natürlich wieder zur Schule.

Als Julius seiner Mutter zum ersten Mal von der Plattdeutsch-Arbeitsgruppe in seiner neuen Schule erzählte, da fand Katja Weise-Lehmann es cool, dass ihr Sohn ab sofort Niederdeutsch wie eine Fremdsprache lernt. Dass der Fünftklässler von der Wilhelm-Raabe-Schule ein paar Monate später den ersten Platz beim plattdeutschen Lesewettbewerb in Niedersachsen belegt, damit hätte sie allerdings niemals gerechnet. Denn niemand in ihrer Familie spricht Platt. Doch die Urkunde aus Hannover belegt es zweifelsfrei: Der Elfjährige aus Adendorf ist der beste plattdeutsche Vorleser in seiner Altersgruppe aus ganz Niedersachsen.

 

Julius spielt gerne Theater, Klavier und Saxophon, neulich hat er beim Musical „Zauberstunden“ über Wilhelm Raabe auf der Bühne gestanden. „Das hat er geliebt“, erzählt seine Mutter. „Und er liebt Ironie.“ Deswegen hat er sich auch eine Geschichte zum Vorlesen ausgesucht, die mit Ironie viel zu tun hat: Da verlangt ein Vater von seinem Sohn, er solle sich

die ungeliebten Spinnen doch einmal genauer ansehen, damit er sie zu schätzen lernt. Der Sohn holt zum Gegenschlag aus: Er borgt sich von einer Freundin eine Ratte und verlangt vom Vater, er möge sich das ungeliebte Tier doch einmal ganz genau ansehen – damit er es zu schätzen lernt.

 

Insgesamt 10.000 Kinder zwischen neun und 18 Jahren aus ganz Niedersachsen haben beim 20. Wettbewerb „Schöler leest Platt“ teilgenommen. Er steht unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Kultusministeriums und wird von den Niedersächsischen Sparkassenstiftungen in Kooperation mit der Landesschulbehörde ausgerichtet. In Lüneburg organisieren Nicole Bloch von der Sparkassenstiftung und Heiko Frese von der Wilhelm-Raabe-Schule den Wettbewerb.

 

Die beiden sind stolz, dass Julius in Hannover gewonnen hat. „Julius trägt seinen Text wie ein kleiner Schauspieler vor, das macht er wirklich toll.

Alle Plattdeutsch-Paten freuen sich riesig, dass er gewonnen hat“, sagt Heiko Frese, der mit Ehrenamtlichen gemeinsam die Plattdeutsch-Gruppen in der Schule anbietet. Nicole Bloch fand seine Geschichte so lustig vorgetragen, dass sie sich regelrecht zusammenreißen musste, nicht permanent laut zu lachen, gibt sie zu. „Ich freue mich schon auf den nächsten Wettbewerb in zwei Jahren und bin gespannt, was Julius sich dann zum Vorlesen aussuchen wird“, sagt sie.

 

Denn dass er wieder mitmachen wird beim plattdeutschen Lesewettbewerb, das steht für Julius schon jetzt fest. Und was er von seinen 50 Euro Preisgeld kaufen wird, das weiß der Eljährige auch schon: „Zauberstäbe!“, ruft der Junge, und seine Augen leuchten. Denn Zaubern liebt er genauso wie Theaterspielen und Ironie.

Hohnstorf/Elbe, 16. 5. 2017

Hohnstorf punktet mit Boule-Park

 

Spielergemeinschaft wird immer größer –Sparkassenstiftung und Sparkasse spendieren 1.000 Euro für mehr Grün.

 

Wenn es Klack-Klack macht am Deich, dann wissen die Hohnstorfer: Das Wetter ist schön, raus zum Boule! Direkt an Elbe und Sporthalle liegt etwas in der Region Einmaliges: der Boule-Platz einer freien Spielergemeinschaft, der mittlerweile fast ein Park ist, mit 28 Bahnen, etlichen Bänken und neu gepflanzten Bäumen. Sogar Landesmeisterschaften finden hier statt, die nächste im August.

 

Wer Klaus Theuerkauf am Boule-Platz am Elbdeich trifft, lernt einen Mann kennen, der nicht nur selbst begeistert ist von dem, was hier entstanden ist, sondern auch andere davon begeistern kann. „Wir haben dem Platz eine Seele gegeben“, sagt der Hohnstorfer, der gemeinsam mit Michael Meyer den Motor der Gemeinschaft bildet.

 

Beim Tag der Gemeinde im Jahr 2012 mit einer Bahn eröffnet, haben die Aktiven den Platz seither vier Mal vergrößert, so beliebt ist das französische Pétanque an der Elbe geworden. Gestartet mit sechs Spielern, sind es mittlerweile bis zu 50 Frauen und Männer, die dort regelmäßig die silbernen Kugeln auf das Ziel, das sogenannte Schweinchen, werfen.

 

Zur neuen Saison ist der Platz nun zu einem wahren Park geworden, erzählt Klaus Theuerkauf mit Stolz. „Als Schutz gegen den mitunter kalten Ostwind haben wir eine Hecke gepflanzt.“ Außerdem stehen noch mehr Bänke als bisher für eine Pause bereit, neu gepflanzte Plantanen und Mooreichen lassen die Fläche noch freundlicher wirken. Insgesamt 3.500 Euro hat die Spielergemeinschaft mit Unterstützung von Sponsoren investiert.

 

Finanziert hat die Hecke die Sparkassenstiftung Lüneburg in Kooperation mit der Sparkasse Lüneburg, als Dankeschön hat Klaus Theuerkauf ein Schild anfertigen lassen mit der Aufschrift: „merci“. Jens Kaidas, Vorsitzender des Fonderfonds für Jugend, Sport, Bildung und Soziales bei der Stiftung, kann nur den Hut ziehen vor dem Engagement des Teams Theuerkauf/Meyer. „Was hier in dieser kurzen Zeit entstanden ist, ist wirklich einmalig. Der Platz bringt nicht nur die Hohnstorfer zusammen, sondern auch die Wohnmobilisten vom benachbarten Stellplatz nutzen ihn gern und häufig.“

Sara Utke von der Sparkasse in Hohnstorf hat selbst schon einmal Kugeln geworfen, beim Dankeschön-Spiel für die Sponsoren. „Toll, dass wir dieses Angebot unterstützen können.“ Wie beliebt der Pétanque-Platz ist, zeigt die Zusammensetzung der Spieler: Viele kommen aus Boizenburg, Geesthacht, Lauenburg, Hittbergen, Adendorf, Artlenburg und Lüneburg. Pro Jahr kostet die Mitgliedschaft 20 Euro. Geplant ist mittelfristig ein Andocken an den TuS Hohnstorf. www.boule-hohnstorf.de.

Der Boule-Platz in Hohnstorf wird nicht nur immer beliebter, sondern auch immer schöner. Da von überzeugten sich Jens Kaidas (r.) und Sara Utke bei Klaus Theuerkauf (l.) vor Ort.

Scharnebeck, 17. 5. 2017

Julius (11) liest bald in Hannover vor

 

Adendorfer gewinnt den Bezirksentscheid bei „Schölers leest Platt“ –

vier Kinder aus dem Kreis Lüneburg belegen zweite Plätze

 

 

Gratulanten und Gewinner: vorne Mila Nele Borchers und Elina Goldmund (v.l.) sowie v.l. Ines Möller-Plewe (Sparkasse Lüneburg), Heiko Frese, Eric Ferner, Maximilian Moll, Julius Lehmann, Bettina Hardt und Nicole Bloch.

Julius hat seinen Papa echt lieb, aber was ihm manchmal auf die Nerven geht, ist dessen Kloogschieterie – zum Beispiel, wenn der Erziehungsberechtigte verlangt, dass Julius sich Spinnen von nahem ansieht, die der Junge total eklig findet. Der Kleine wird daher selbst zum Pädagogen, borgt sich bei einer Freundin eine Ratte, begrüßt den Vater mit dem Nagetier auf der Schulter – und den Rest kann sich jeder denken. Für viele lachende Gesichter hat diese Geschichte bei „Schölers leest Platt“ am Mittwoch in Scharnebeck gesorgt. Julius Lehmann hat damit den ersten Platz im Bezirksentscheid des landesweiten Lesewettbewerbs belegt.

 

Julius ist elf Jahre alt, wohnt in Adendorf und besucht die Wilhelm-Raabe-Schule, eine Hochburg des Plattsnackens. Nach seinem Sieg in der Gruppe der fünften und sechsten Klasse strahlte er und hielt stolz seine Urkunde in die Kamera, spannend wird es jetzt am 12. Juni für ihn: Dann reist der Junge mit seiner augenzwinkernden Geschichte nach Hannover zum Landesentscheid.

 

Organisiert wird der plattdeutsche Lesewettbewerb von den Niedersächsischen Sparkassenstiftungen in Kooperation mit der Landesschulbehörde. Nicole Bloch von der Sparkassenstiftung Lüneburg und Heiko Frese, Lehrer an der Wilhelm-Raabe-Schule und Plattdeutsch-Beauftragter der Behörde, sind glücklich über das Abschneiden der Lüneburger Eleven: Neben dem ersten Platz von Julius haben die Vorlesenden aus dem Landkreis vier zweite Plätze auf Bezirksebene belegt. Nicole Bloch war begeistert: „Das habt ihr toll gemacht, wir sind stolz auf euch. Jetzt drücken wir Julius die Daumen für den 12. Juni in Hannover.“

 

Und das sind die Lüneburger Zweitplatzierten: Elina Goldmund (9) von der Grundschule Kirchgellersen, Mila Nele Borchers (9) von der Hermann-Löns-Schule in Lüneburg, Maximilian Moll von der Wilhelm-Raabe-Schule und Eric Ferner (14) von der Oberschule Bardowick.

„Ihr habt so lebendig vorgelesen, ich würde am Liebsten eine plattdeutsche Theatergruppe mit euch gründen“, sagte Heiko Frese. Bettina Hardt von der Sparkasse Lüneburg verglich die plattdeutsche Sprache mit dem Trend zur Regionalität. Als regionales Kreditinstitut sei die Sparkasse stolz darauf, gemeinsam mit Lehrern, Ehrenamtlichen und der Landesschulbehörde alle zwei Jahre Schülerinnen und Schülern Mut zu machen, Platt zu snacken. „Dass Plattdeutsch ein Kulturgut ist, ist selbstverständlich. Dass es einen landesweiten Lesewettbewerb dazu gibt, nicht.“

 

An den Gedanken knüpfte Alfred Mangold von der Landesschulbehörde an: „Es ist beeindruckend, wenn junge Menschen sich freiwillig einem Wettbewerb stellen und ihre Nervosität meistern.“ Mit dem Plattdeutschen beginne das Sprachenlernen. „Nur wer seine Herkunft kennt, kann sich seine Zukunft schmieden.“ Samtgemeindebürgermeister Laars Gerstenkorn zeigte seine Freude darüber, dass so viele Gäste aus der Region nach Scharnebeck gekommen sind. „Platt is cool, steht auf euren T-Shirts. Es wäre toll, wenn Platt auch über den heutigen Tag hinaus cool für euch bliebe.“ Für Elina, Mila Nele, Julius, Maximilian und Eric wird das sicher so sein.

 

Stattgefunden hat der Bezirksentscheid in diesem Jahr im Bernhard-Riemann-Gymnasium in Scharnebeck, die Vorleserinnen und Vorleser kamen neben Lüneburg aus den Landkreisen Gifhorn, Heidekreis, Harburg, Uelzen, Celle und Lüchow-Dannenberg. Insgesamt nehmen rund 10.000 Mädchen und Jungen bei dem Lesewettbewerb in Niedersachsen teil.

Adendorf, 5. April 2017

Mot moken zum Plattsnacken

 

So heißen die Gewinner des Kreisentscheids „Schölers leest Platt“:

Elina, Mila Nele, Julius, Maximilian und Eric

 

Gewinner und Gratulanten: vorne v.l. Mila Nele, Julius und Elina; hinten v.l. Heiko Frese, Eric, Bettina Hardt und Nicole Bloch. Es fehlt: Maximilian.

Adendorf. Elina ist neun Jahre alt und froh, dass sie einen Bruder hat – und keine Schwester. Die könnte ihr schließlich alle Haare abschneiden, weil sie sich einbildet, eine Friseurin zu sein: wie in der Geschichte „Hoorsnieden“, die sie beim plattdeutschen Lesewettbewerb vorgetragen und damit den ersten Platz in ihrer Altersklasse belegt hat. Jetzt stehen die Gewinnerinnen und Gewinner des Kreisentscheids fest.

 

Elina Goldmann (9) von der Grundschule Kirchgellersen ist die Gewinnerin aus der jüngsten Altersgruppe, der dritten Klasse. Mila Nele Borchers (9) von der Hermann-Löns-Schule in Lüneburg hat von den vierten Klassen am Besten vorgelesen, und Julius Lehmann (11) von der Wilhelm-Raabe-Schule aus der Gruppe der fünften und sechsten Klassen. Maximilian Moll ist der beste Vorleser der siebten und achten Klassen, und im Bereich neunte Klasse aufwärts heißt der Gewinner Eric Ferner (14) von der Oberschule Bardowick.

 

„Wenn du Platt kannst, kannst du drei Sprachen: Deutsch, Hollands und Englisch.“ Das hat der Großvater von Michael Manske stets seinem Enkel gesagt, erzählte dieser bei der Siegerehrung am Mittwoch in der Oberschule Adendorf. „Und bis zu einem bestimmten Punkt stimmt das auch“, fügte der stellvertretende Schulleiter hinzu. Er hat es in den Niederlanden selbst ausprobiert – und es funktionierte.

Rund 10.000 Kinder und Jugendliche nehmen landesweit an dem von den nieder-sächsischen Sparkassen alle zwei Jahre organisierten Lesewettbewerb teil. „Wir wollen Mut machen, Plattdeutsch zu sprechen“, sagte Bettina Hardt von der Sparkasse Lüneburg stilgerecht op Platt. „Deswegen unterstützen wir gern weitere Platt-deutsch-Projekte.“

 

In Lüneburg koordinieren Nicole Bloch von der Sparkassenstiftung und Heiko Frese von der Wilhelm-Raabe-Schule „Schöler leest Platt“. Als Regionalsprache sei Plattdeutsch ein hohes Kulturgut, sagt Nicole Bloch. „Dieses zu wahren und weiterzu-entwickeln, wollen wir gern unterstützen.“ Das hohe Niveau des Wettbewerbs lobte Heiko Frese als Berater für Plattdeutsch der Landesschulbehörde und dankte Schulleitern und Sprachpaten für ihr Engagement. „So levt Plattdüütsch.“

 

Bei der Preisverleihung dabei waren außerdem Maren Kuhlmann und Alfred Mangold von der Landesschul-behörde Niedersachsen, Musik gemacht haben die „Magic Unicorns“ der Oberschule Adendorf. Weiter geht’s im Wettbewerb mit dem Bezirksentscheid im Gymnasium Scharnebeck am Mittwoch, 17. Mai.

 

Lüneburg, Februar 2017

Noch mehr Häuser
für den Zaunkönig

 

Die erste Lieferung war so schnell weg, dass jetzt die zweite kommt:

neue Nistkästen für Garten- und Balkonbesitzer.

 

 

Besorgte sich Nistkästen beim ersten Abholtermin mit Nicole Bloch in der KulturBäckerei: Kirsten Nebe.

Damit haben selbst die Initiatoren nicht gerechnet: So viele Menschen möchten Vögeln in ihrem Garten, auf ihrer Terrasse oder ihrem Balkon ein geschütztes Zuhause geben, dass die erste Lieferung an Nistkästen bereits beim ersten Ausgabetermin der Sparkassenstiftung in der Lüneburger KulturBäckerei fast vergriffen war. Jetzt hat die Stiftung nachproduzieren lassen – damit noch mehr Vögel in Stadt und Kreis den Schutz finden können, den sie brauchen.

 

Renate Backhaus ist die Vorsitzende des Förderfonds Nachhaltigkeit bei der Sparkassenstiftung und freut sich sehr über den großen Ansturm auf die Nistkästen. „Ich bin begeistert, dass sich so viele Leute auf den Weg machen, um sich Nistkästen abzuholen. Das zeigt, dass die Bereitschaft groß ist, etwas für den Naturschutz zu tun. Und das motiviert uns in der Stiftung, weiter an solchen Projekten zu arbeiten.“

 

Auch Nicole Bloch von der Sparkassenstiftung zeigte sich angetan vom ersten Ausgabetermin: „Die Leute waren sehr interessiert und haben sich viel erklären lassen. Denn die Vögel suchen keine geschlossenen Nistplätze, die durch ein kleines Einflugloch zugänglich sind, sondern brauchen Brutnischen oder Spalten. Deswegen haben die Kästen ein Gitter vor der offenen Seite.“

 

Es ist das dritte Projekt dieser Art, das die Sparkassenstiftung gemeinsam mit dem BUND initiiert hat: Nach Spatzenhotels und Fledermauskästen sind es diesmal Nistkästen für Gartenrotschwanz, Bachstelze und Zaunkönig, die sie vor Nesträubern wie Eichelhäher oder Eichhörnchen schützen. Die Stiftung finanziert die Produktion von Bausätzen, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tischlerei der Loewe-Stiftung aus Lärchenholz herstellen. Entwickelt hat den Bausatz die regionale Gruppe des BUND rund um Bernhard Stilke. Fürs Aufhängen der Kästen gilt nach seinen Worten im Prinzip nur eine Regel: Sie sollten mindestens 2,50 Meter hoch hängen und das bis Mitte März. „Dann beginnt die Brut- und Setzzeit.“

 

Die Nistkästen gibt die Sparkassenstiftung gegen eine freiwillige Spende ab, die Summe wird einem Bienenprojekt des Imkervereins zugute kommen. Nächster Ausgabetermin ist am Samstag, 4. 3. 2017 von 9 bis 12 Uhr in der Sparkassenfiliale „An der Münze“ in Lüneburg. Weitere Informationen gibt Nicole Bloch von der Sparkassenstiftung unter 041 31-854 45 36.

Lüneburg, 12. 2. 2017

Studierende heißen Geflüchtete willkommen

 

Welcome and Learning Center freut sich auch über deutsche Gäste –

Sparkassenstiftung und Sparkasse spenden 10.000 Euro

 

Eine Sofaecke, diverse Computer, große Konferenztische und eine kleine Küchenzeile: Im „Welcome und Learning Center“ an der Bleckeder Landstraße 4 sagt nicht nur der Name, worum es hier geht, sondern auch die Einrichtung: um Begegnung und Lernen. Seit mehr als einem Jahr organisieren Studierende dort ehrenamtlich ein Programm für Geflüchtete. Jetzt suchen die jungen Leute neue Räumlichkeiten für ihre Initiative.

 

Deutschunterricht für Anfänger und für Fortgeschrittene, am Freitag auch mit Kin-derbetreuung, Basteln, Ohr-Akupunktur und Gitarrenspiel: Auf einer Tafel an der Wand steht das Wochenangebot in dem ehemaligen Ladengeschäft an der Ecke zum Pulverweg, in dem die studentischen Initiativen „Zum Kollektiv“ und „Hochschu-le ohne Grenzen“ im Oktober 2015 das „Welcome and Learning Center“ gestartet haben. „Uns geht es um Vermittlung und Zusammenkommen“, sagt Fritzi Zängl, 23.

 

Junge Frauen und Männer und Frauen, die Deutsch als Fremdsprache auf Lehramt studieren, geben dort ehrenamtlich Unterricht für Geflüchtete. Entsprechend hoch ist das Niveau. „Die Kurse können alle besuchen, unabhängig vom Herkunftsland“, sagt Felix Wüsten, 24. „Sie laufen zusätzlich zu den Integrationskursen.“

 

Aufmerksam werden die Geflüchteten auf das sehr niedrigschwellige Angebot laut Felix Wüsten über Mundpropaganda, Facebook und die Willkommensinitiative, an die Projekt mittlerweile angeknüpft ist. Außerdem verteilen die Studierenden häufig Flyer in den Flüchtlingsunterkünften. „Das meiste läuft allerdings über Tipps unter den Geflüchteten selbst“, sagt Ronja Reusch, 20.

 

Zwischen 30 und 100 Frauen, Männer und Kinder kommen täglich in die Bleckeder Landstraße; nach einer starken Mieterhöhung sind die jungen Gastgeber jetzt auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten. Bis Oktober läuft der Mietvertrag noch, dann muss eine neue Lösung gefunden sein.

 

Unterstützt wird das Projekt von der Sparkassenstiftung in Kooperation mit der Sparkasse Lüneburg mit 10.000 Euro. „Ohne diese Förderung wäre das alles hier gar nicht möglich gewesen“, sagt Felix Wüsten. Sven Otto Niebuhr von der Filiale im Hanseviertel hat selbst viel Kontakt zu Geflüchteten, die bei der Sparkasse ein Kon-to eröffnen. „Die Integrationsbereitschaft ist sehr hoch“, ist seine Beobachtung. „Ich freue mich, wenn wir Geld dafür ausgeben, das Engagement der Studierenden in diesem Bereich zu unterstützen.“

 

Jens Kaidas, Vorsitzender des Stiftungsfonds Nachhaltigkeit der Stiftung, ergänzt: „Dieses Projekt läuft zu 100 Prozent ehrenamtlich. Die Problematik der Finanzierung haben wir sofort erkannt. Toll wäre, wenn es noch stärkere Kontakte zur Öffentlich-keit geben würde.“

 

 

Internet: wlc-lueneburg.de

E-Mail: info@wlc-lueneburg.de

 

 

Amt Neuhaus, 01.02.2017

Freiwilliges Jahr
für die Natur an der Elbe

 

Archezentrum und Konau 11 - Natur e. V. sind erstmals Einsatzstelle für das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) – Bewerbungen ab sofort möglich

 

Ab September diesen Jahres wird erstmalig ein Absolvent des Freiwilligen Ökologischen Jahres im Archezentrum Amt Neuhaus und auf dem Hof Konau 11 tätig sein. Die vielfältigen Aufgaben drehen sich um alte Nutztierrassen, alte Obstsorten und die Biologische Vielfalt des Biosphärenreservates in der Elbtalaue. Junge Bewerber können sich ab sofort auf der Internetseite der niedersächsischen Vergabestelle bewerben. Möglich gemacht wurde die FÖJ-Stelle durch die Sparkassenstiftung Lüneburg.*

 

Ab September 2017 werden die beiden Einrichtungen Archezentrum und der Verein Konau 11 – Natur e. V.

erstmalig personelle Unterstützung durch einen Absolventen des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) erhalten. Das FÖJ ist ein ökologisches Bildungsjahr, das jungen Menschen die Chance gibt, ein Jahr lang im Umwelt- und Naturschutz mitzuarbeiten und sich für ihre berufliche Zukunft zu orientieren. Ab dem 1. Februar und zunächst bis zum 15. März können sich Jugendliche im Alter von 16 bis 25 Jahren in Niedersachsen für die Teilnahme am FÖJ ausschließlich über ein Onlineverfahren bei der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (www.nna.niedersachsen.de/startseite/foej) bewerben.

 

Das Besondere an dieser Einsatzstelle ist, dass der zukünftige Teilnehmer die zwei eng miteinander kooperierenden Informationseinrichtungen des Biosphärenreservates Niedersächsische Elbtalaue in der Gemeinde Amt Neuhaus kennenlernen wird. Während das Archezentrum seinen Fokus auf die alten bedrohten Nutztierrassen in seiner Ausstellung und in der Arche-Region gelegt hat, kümmert sich der Verein Konau 11 – Natur um den Erhalt der Obstbaumalleen sowie alter regionaler Obstsorten. Dementsprechend werden auch die

 

Aufgaben aussehen: Umweltbildungsprojekte, Informationsveranstaltungen, Erhebung und Dokumentation, aber auch praktische Tätigkeiten wie Anlage, Pflege und Ernte von Obstbäumen sowie der Kontakt zu den Archetieren skizzieren die Inhalte des freiwilligen Jahres für die Natur.

 

Formal koordiniert und anteilig finanziert wird das FÖJ durch die Sparkassenstiftung Lüneburg. „Wir freuen uns sehr darauf, einem FÖJler diese einmalige und wunderschöne Region zu zeigen. Dieses Jahr bietet die Möglichkeit etwas über die Bedeutung alter und selten gewordener Nutztierrassen und Obstsorten zu erlernen und sich für deren Erhalt einzusetzen“, sagt Cornelia Bretz von Konau 11 - Natur. Auch Holger Belz vom Archezentrum Amt Neuhaus ist der Meinung, dass das FÖJ eine einmalige Chance für junge Menschen darstellt, erste berufliche Erfahrungen in für sie interessanten Themenfeldern zu sammeln, in denen sie nach der vielen Theorie in der Schule begeistert einfach mal „machen“ können.

 

Kontakt:

Archezentrum Amt Neuhaus

Informationshaus des Biosphärenreservates Niedersächsische Elbtalaue

Holger Belz

Telefon: 038841-759614

archezentrum@amt-neuhaus.de

www.archezentrum-amt-neuhaus.de

Februar 2017

Verabschiedung von Herrn Schurreit nach 25 Jahren Stiftungsarbeit

25 Jahre war Wolfgang Schurreit der Sparkassenstiftung Lüneburg verbunden, vor allem dem kulturellen Zweig.

Allein in der Zeit von 2011 hat er mitentschieden über 400 Fördermaßnahmen mit einem Fördervolumen in Höhe
von 4,5 Millionen Euro.

Längst hat er seinen Lebensmittelpunkt von Kirchgellersen in den Süden Frankreichs verlegt und gibt seinen Vorsitz ab.

Ein Haus für den Zaunkönig

 

Sparkassenstiftung, BUND und Loewe-Stiftung
wollen Garten- und Balkonbesitzer versorgen.

 

Ilona Drosga zieht die letzten Schrauben am fertigen Nistkasten fest, Jannes Ode (hockend) leitet die Tischlerei. Zum Team gehören auch v.l. Marco Böning (hinten l.) und Dirk Tarnowski-Anders ( hinten 2. v.l.), zu Besuch sind Bernhard Stilke vom BUND und Stiftungs-vorsitzende Renate Backhaus.

Lieber ein wenig Chaos als zu viel Ordnung: Wer heimischen Vögeln etwas Gutes tun will, räumt seinen Garten nicht zu akkurat auf. Denn auf englischem Rasen und in edlen Beeten finden die Tiere weder Nahrung noch Schutz. Für Letzteres sorgt jetzt ein Projekt von Sparkassenstiftung, BUND und Loewe-Stiftung: Sie versorgen Garten- und Balkonbesitzer mit Vogelnistkästen – gegen Spende.

 

Produziert werden die Bausätze aus Lärchenholz in der Tischlerei der Loewe-Stiftung, rund 300 Stück haben die zwölf Mitarbeiter bereits fertig. „Wenn der Bedarf da ist, können wir jederzeit neue bauen“, sagt Tischlerei-Leiter Jannes Ode. Für die Produktion von Bausätzen für Vogelquartiere sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mittlerweile Profis: Vor rund einem Jahr haben sie bereits Fledermauskästen gebaut, ebenfalls in Zusammenarbeit mit Sparkassenstiftung und BUND.

Zielgruppe der Fledermauskästen waren Kitas und Schulen. „Die Nachfrage war so groß, dass wir dieses Mal Garten- und Balkonbesitzer ermutigen möchten“, sagt Renate Backhaus, Vorsitzende des Fonds für Nachhaltigkeit bei der Stiftung. „In den Nistkästen finden Arten wie Gartenrotschwanz, Bachstelze und Zaunkönig Schutz gegen Räuber wie Eichelhäher oder Eichhörnchen.“ Die Vögel suchen keine ge-schlossenen Nistplätze, die nur durch ein kleines Einflugloch zugänglich sind, sondern sind auf Brutnischen oder Spalten angewiesen. Da sie deswegen für Nesträuber anfälliger sind, schützen Gitter die offene Seite.

 

Bernhard Stilke vom BUND hat eine Bauanleitung verfasst, die es zu jedem Bausatz dazugibt. Ideal sei eine Aufhäng-Höhe von mindestens 2,50 Meter, sagt er. „Die Kästen sollten bis zum 15. März hängen, dann beginnt die Brut- und Setzzeit.“

Die Kooperation mit der Loewe-Stiftung sei Nachhaltigkeit pur, sind sich Renate Backhaus und Bernhard Stilke einig: „Nachhaltigkeit nur als Naturschutz zu begreifen, ist zu kurz gegriffen. Es gehören auch soziale und ökonomische Aspekte dazu. Hier kommen alle zusammen.“

 

Die Höhe der Spende pro Nistkasten ist freiwillig, sie kommt in voller Höhe einem Bienenprojekt mit dem Lüneburger Imkerverein zugute. Interessierte können sich die Nistkästen in der KulturBäckerei abholen. Den nächsten Verteil-Termin werden wir hier bekannt geben, sobald wir wieder genügend Nistkästen produziert haben. Weitere Informationen gibt Nicole Bloch von der Sparkassenstiftung unter 04131-8544536.

04.02.2017

Schöler lest Platt

 

Jetzt für den Wettbewerb 2017 anmelden!

Lüneburg. Dass Plattdeutsch eine neue Aktualität gewonnen hat, ist bei einer Um-frage des Instituts für deutsche Sprache in Mannheim herausgekommen: Nachdem jahrelang die Zahl der Plattsprecher zurückging, ist sie in den letzten zehn Jahren konstant geblieben. Damit Platt auch bei Kindern und Jugendlichen lebendig bleibt, gibt es in Niedersachsen alle zwei Jahre den Lesewettbewerb „Schölers leest Platt“. Jetzt beginnt die Vorbereitungsphase, Anmeldungen sind ab sofort möglich.

 

Mit seinen über 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Jahr 2015 ist die nie-dersächsische Version von „Schölers leest Platt“ der größte Wettbewerb für Regio-nalsprachen in Europa. Sagt Heiko Frese, der gemeinsam mit Nicole Bloch den Wettbewerb im Landkreis Lüneburg organisiert. Heiko Frese ist Plattdeutsch-Berater der Landesschulbehörde und Lehrer an der Wilhelm-Raabe-Schule, Nicole Bloch ist Mitarbeiterin der Sparkassenstiftung Lüneburg.

„Platt gehört zu Norddeutschland und ist eine ausdrucksstarke Sprache, in ihren Strukturen ist sie älter und zugleich moderner als die hochdeutsche“, schwärmt Fre-se, der auch an der Lüneburger Universität Plattdeutsch an Studenten weitergibt. Mit dem Lesewettbewerb wollen die Organisatoren Kindern und Jugendlichen Mut machen, Plattdeutsch zu sprechen. Darum freuen sich die Veranstalter besonders, wenn nicht nur alte Döntjes, sondern auch aktuelle Texte zu gegenwärtigen Themen vorgelesen werden. „Wir wollen zeigen: Plattdeutsch ist eine Sprache der Gegen-wart.“

 

Besonders gefragt sind die Schulen, die in ihren Klassen oder in Arbeitsgemein-schaften die Kinder und Jugendlichen auf den Wettbewerb vorbereiten können. „Wer Lust hat, kann aber auch privat zu Hause üben oder in Vereinen. Jeder kann am Wettbewerb teilnehmen, auch Vereine und Gemeinden können Teilnehmer für den Kreisentscheid melden.“

Wer Unterstützung braucht bei der Vorbereitung, kann sich bei Heiko Frese melden. Nicole Bloch steht für die Lieferung von Plakaten und Werbematerial bereit. Der Wettbewerb umfasst die Jahrgangsstufen dritte bis 13. Klasse. Der Kreisentscheid findet auf Einladung von Schulleiter Hendrik Six am Mittwoch, 5. April in der Ober-schule am Katzenberg in Adendorf statt.

 

500 Kinder und Jugendliche aus den Landkreisen Lüneburg, Harburg und Heide-kreis waren beim Durchgang 2015 dabei, Ausrichter sind die Sparkassen und die Niedersächsische Sparkassenstiftung. Die Texte für den Wettbewerb finden sich auf der Homepage der Sparkassenstiftung unter www.sparkassenstiftung-lueneburg.de. Die Vortragszeit sollte zwischen drei und fünf Minuten liegen.

 

 

Alle Plattsnacker, die den Lesewettbewerb unterstützen möchten, sind als Trainer herzlich willkommen.

 

 

Kontakt:

Nicole Bloch: 041 31 / 854 45 36, nicole.bloch@sparkassenstiftung-lueneburg.de

 

Heiko Frese: 041 31 / 854 68 60

h-frese@web.de

Endlich genug Platz in Boltersen

 

Turn- und Sportgemeinschaft baut beim Sportlerheim an –

Sparkassenstiftung spendet 3.000 Euro

Ortstermin am Bolzplatz Boltersen: v.l. Nicole Bloch, Helmut Schröder, Jürgen Hagemann und Jens Kaidas.

Dieses Areal ist nicht bloß ein Bolzplatz. Wer in Boltersen abbiegt in Richtung Neu Boltersen, kommt außerhalb des Dorfes zu einem wunderschön gelegenen Ort: der Heimat der Turn- und Sportgemeinschaft (TSG). Dieser Ort liegt nicht nur herrlich ruhig inmitten von Bäumen, sondern ist jetzt auch noch viel funktionaler als vorher: Das Sportlerheim besitzt einen neuen Anbau.

 

„Früher gab es nur einen Raum, wir hatten keinerlei Lagerfläche“, erzählt TSG-Präsident Helmut Schröder. „Da standen die Gerätschaften sogar in den Sanitäranlagen.“ Jetzt gibt es eine Küche und einen Lagerraum – „einfach klasse“, sind sich Schröder und sein Vorstandskollege Andreas Vesper einig.

 

Komplett in Eigenleistung haben die Mitglieder der Gemeinschaft den Anbau fertiggestellt, die Möbel wurden von Sportlern und Nachbarn gespendet. Die Kosten in Höhe von 12.000 Euro für das Material übernahmen die Gemeinde und die Samtgemeinde, 3.000 Euro hat die

Sparkassenstiftung in Kooperation mit der Sparkasse Lüneburg gespendet. „Darüber haben wir als kleine Gemeinde uns sehr gefreut“, sagt Bürgermeister Jürgen Hagemann. Gelände und Sportlerheim gehören der Gemeinde, und neben der TSG nutzen diverse Vereine und Einrichtungen die Fläche: zum Beispiel Schulklassen, die Kirchengemeinde, Lüneburger Mountainbikefahrer und die Freiwilligen Feuerwehren, ob für Wettkampftage oder das Kreiszeltlager.

 

Beeindruckt von der Entwicklung der 80 Mitglieder starken Sportgemeinschaft im kleinen Boltersen zeigt sich Jens Kaidas, Vorsitzender des Stiftungsfonds Sport und Nachhaltigkeit der Sparkassenstiftung. „Was hier passiert, ist eine Ausnahmeerscheinung für einen kleinen Ortsteil. Deshalb ist es für uns selbstverständlich, auch hier zu investieren. Das Geld ist gut angelegt.“ Das sieht auch Nicole Bloch von der Sparkassenstiftung so: „Dieses Gelände wird von so vielfältigen Gruppen genutzt, dass es in allen Bereich ausbaufähig und unterstützungswürdig ist.“

4.1.2017

Trafen sich in der Kreuzkirche Lüneburg: Frank Jonas, Liena Günther, Anna Marie Meyer, Nico-le Bloch, Lennar Giese, Udo Olesch und Rike Tödter. (v. l. n. r.)

Jugendliche feiern Neustart

 

Evangelische Jugend plant Auftaktkonzert und gemeinsames Liederbuch –

Sparkassenstiftung spendet 1.500 Euro

Seit es den neuen Kirchenkreis Lüneburg gibt, wachsen dort nicht nur Erwachsene zusammen, sondern auch Jugendliche: Die Evangelische Jugend stellt sich neu auf und plant gemeinsame Aktionen – und feiert den Beginn des vereinten Weges mit einem großen Auftaktfest für alle Ehrenamtlichen.

 

Der neue Vorstand der Evangelischen Jugend besteht aus 13 jungen Leuten aus dem gesamten neuen Kirchenkreis, aktiv in der Jugendarbeit wirken aber doppelt so viele Jugendliche – und sie erreichen einige Tausend Mädchen und Jungen in ihrem Alter, schätzt der geschäftsführende Kirchenkreisjugendwart Frank Jonas. „Das ist ein großes Potpourri an Ehrenamt“, sagt Frank Jonas, von regelmäßigen Austausch-Treffen im Konvent bis zu Sommerfreizeiten.

 

Um zusammenzuwachsen, haben sich die Jugendlichen bereits voriges Jahr mehrfach getroffen und ihre erste gemeinsame Veranstaltung geplant: ein Konzert mit dem christlichen Liedermacher Samuel Harfst mit Jugendgottesdienst und Essen für die 300 angemeldeten Gäste in der Kreuzkirche Lüneburg. „Da steckt viel Energie drin“, sagt Frank Jonas, „mit dem Abend wollen wir uns für den Einsatz der jungen Leute bedanken.“

Für die Zeit danach haben Rike Tödter, 19, aus der Michaelisgemeinde und die anderen auch schon die ersten Ideen. „Wir planen ein Forum für die Planung von Fahrten und wie wir Zuschüsse für Freizeiten beim Sprengel beantragen können“, erzählt sie. „Wir möchten uns zwischen den Gemeinden austauschen, was gut läuft und was besser laufen könnte“, sagt Liena Günther, 16, aus Reppenstedt. Beim Auftaktabend selbst wollen sie Stellwände für die Gäste aufstellen, auf denen sie ihre vorhandenen Ideen genauso darstellen wie nach Ideen und Wünschen der anderen Jugendlichen fragen. Lennart Giese, 17, aus Reppenstedt, sagt: „So viele Leute am selben Ort zusammen zu haben, ist eine Riesenchance für uns.“

 

Organisiert wird das Konzert für die Jugendlichen am 14. Januar vom Kirchenkreisjugendkonvent und dem Kirchenkreisjugenddienst gemeinsam, doch ohne die Spende der Sparkassenstiftung Lüneburg in Höhe von 1.500 Euro wäre dieser Abend nicht möglich, betont Frank Jonas. „Dafür sind wir sehr dankbar.“ Udo Olesch von der Sparkasse Lüneburg erinnert sich derweil noch gut an die Fusion von Stadt- und Kreissparkasse. „Toll, dass es ein Event zum Anfang gibt, um ein Wir-Gefühl zu finden und einmal alle ehrenamtlichen Jugendlichen zusammenzubringen.“ Die Entwicklung eines gemeinsamen Jugend-Liederbuches für alle Gemeinden des Kirchenkreises ist in naher Zukunft angedacht.

Sparkasse Lüneburg