Lüneburg, Januar 2018

Amira und die alten Apfelsorten

 

18-Jährige absolviert ein FÖJ in Amt Neuhaus - sie ist die "Erste-Bewerbungen jetzt möglich"

Amira Stute (18) absolviert als Erste ein Freiwillige Ökologisches Jahr in Neuhaus und auf dem Hof Konau 11. Dort dreht sich alles um alte Apfelsorten wie den Gelben Bellefleuer.

Lüneburg, Januar 2018

Konau/Neuhaus. Sie heißen Wendländisches Seidenhemdchen und Langer grüner Gülderling, Roter Brasil und Gelber Bellefleuer: Die sind Namen so exotisch wie sympathisch – und für Amira Stute bedeuten sie beinahe Vokabeln. Die 18-Jährige ist die erste junge Frau, die im Amt Neuhaus ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) beim Verein Konau 11-Natur sowie dem Archezentrum in Neuhaus absolviert.

 

Seit Anfang September ist die Dannenbergerin im Amt Neuhaus im Einsatz, presst mit Schülern Apfelsaft und kocht mit ihnen Apfelmus, recherchiert mit ihnen die Flugrouten der Störche und zeichnet sie auf einer riesigen Weltkarte ein. „Die Arbeit mit den Kindern macht mir besonders viel Spaß, auch die praktischen Sachen wie zum Beispiel der Bau von Nistkästen für Hornissen, Fledermäuse und verschiedene Vogelarten“, sagt die 18-Jährige. Kein Wunder: Nach ihrer praktischen Fachhochschulreife, die sie nach dem FÖJ er­wer­ben wird, möchte sie eine Ausbildung zur technischen Modell­bauerin respektive Produktdesignerin machen.

 

Das FÖJ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Konau 11-Natur e.V., dem Archezentrum Amt Neuhaus und der Sparkassenstiftung Lüneburg. „Wir übernehmen das Bürokratische, stellen den jungen Leuten Arbeits­kleidung zur Verfügung und ein Taschen­geld“, sagt Nicole Bloch von der Spar­kassen­stiftung. Außer­dem finanziert die Stiftung eine Wohnung in Neuhaus für den jungen Menschen im FÖJ. „Wir sehen das als einen Beitrag zur Stärkung der Region. Wir wollen den vielen Jugendlichen zeigen, dass der Apfel nicht aus dem Super­markt kommt und wie wichtig der Erhalt von alten Obstsorten und Nutztierrassen ist.“

 

Denn die jungen Leute arbeiten nicht nur tatkräftig beim Verein Konau 11-Natur mit, beschneiden im Winter gemeinsam mit den Experten des Vereins und den vielen ehrenamtlichen Obstbaumwarten, die rund 3.500 Obstbäume, die der Verein betreut und pflegt. Sie sind auch im Archezentrum Amt Neuhaus im Einsatz, wo es um Fragen der biologischen Vielfalt im Biosphärenreservat Elbtalaue geht. Auch damit wird sich Amira in ihrem Jahr an der Elbe beschäftigen: Denn der Hof Konau 11 ist seit Kurzem offizielle Informationsstelle für das Biosphärenreservat – zurzeit arbeiten das Team des Vereins an einer neuen Ausstellung über alte Obstsorten.

 

Ab jetzt können sich junge Leute für das nächste FÖJ, beginnend am 1. September 2018, bewerben: online auf der Seite der Alfred-Töpfer-Akademie.

www.nna.niedersachsen.de/foej

Der neue VfL-Platz hat sich schon bewährt

 

Mehr Zuschauer bei Fußballspielen am Grasweg –

Sparkassenstiftung Lüneburg spendete 25.000 Euro für Tribünen und Sicherheit

Noch dauert es bis zum nächsten Spiel auf dem neuen Regionalliga-Platz am Grasweg. Bis dahin daddeln VfL-Präsident Uwe Walther (l.) und Vfl-Geschäftsführer Thorsten Schulte (r.) vor den Augen ihrer Gäste Jens Kaidas und Nicole Bloch von der Sparkassenstiftung.

Mehr Zuschauer, mehr Sicherheit und vielleicht so­gar ein paar mehr Tore: Etwa ein halbes Jahr nach Umgestaltung des Fußballplatzes am Grasweg zei­gen sich die Verantwortlichen beim VfL Lüne­burg in einer Halbzeit­bilanz mehr als zufrieden. Der LSK nutzt das Stadion für seine Spiele in der Re­gio­n­alliga Nord, und um dafür eine Lizenz vom Fuß­ball­verband zu erhalten, musste der Eigentümer tief in die Tasche greifen.

 

Zwei verschiedene Zugänge für die Fans, Zäune, Traversen für die Stehtribüne der Gäste, weitere Stehtribünen neben der Haupttribüne sowie Netze zwischen Spielfeld und Zuschauern: Das sind nur wenige Beispiele für die umfangreichen Maß­nahm­en, die einen ganz normalen Fuß­ballplatz in einen Ort für Spiele wie zum Beispiel zwischen dem LSK und dem VfL Wolfsburg II verwandelt haben. „Das gesamte Gelände ist deutlich aufgewertet“, sagt VfL-Präsident Uwe Walther. „Es ist sicherer ge­worden und strukturierter. Davon profitiert nicht nur unser Gast, der LSK, sondern auch wir selbst.“

 

Auch die Umkleiden sind seit Sommer saniert – insgesamt fühlen sich daher auch die eigenen Fußballer viel wohler als vorher, sagt VfL-Ge­schäfts­führer Thorsten Schulte. „Nicht nur der LSK, auch wir haben seither mehr Zuschauer. Außerdem glauben wir, dass das Leistungsniveau des VfL seit den Umbauten gestiegen ist. Unsere Mitglieds­zahlen sind konstant, auch das ist ein Gewinn.“

 

Hunderte ehrenamtliche Arbeitsstunden haben Fußballer von VfL und LSK geleistet, die Kosten waren dennoch immens. 25.000 Euro hat die Spar­kassenstiftung Lüneburg daher in Kooperation mit der Spar­kasse Lüne­burg gespendet. „Ohne den Zuschuss wäre das alles nicht möglich gewesen“, sagt Uwe Walther (Sparkasse Lüneburg). „Dann hätten wir die Lizenz nicht bekommen, und der LSK hätte hier nicht spielen können.“

 

Der LSK aber gehöre zu Lüneburg, betont Jens Kaidas, Vorsitzender des Stiftungsfonds Sport bei der Spar­­kas­senstiftung. „Dass der VfL dem LSK die Möglichkeit bietet, hier seine Spiele zu veranstalten, ist gut für die Region. Wenn Spitzenfußball in Lüne­burg stattfinden soll, muss es auch die Vor­aus­setzungen dafür geben. Wir als Spar­kassen­stiftung unterstützen das gern.“

 

Seine erste Belastungsprobe hatte das neue Areal bereits im Sommer: Rund 5.000 Menschen ver­folgten das Spiel im DFB-Pokal gegen Mainz.

Sparkasse Lüneburg

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